Camp-Blog
Noch ein Statement
von Daniel Dorn
Was mir das J-Camp persönlich bedeutet
Das J-Camp hat eine ganz wichtige Bedeutung in meinem Leben. Am J-Camp durfte ich erfahren, dass Glaube auch „anders“ gelebt werden kann.
Als ich das erste mal auf dem J-Camp war, war ich etwas verwirrt, da ich die Art und Weise wie dort Glaube gelebt und rüber gebracht wurde, nicht kannte. Mein Bild vom Glauben war immer irgendwie, brav sein, nicht auffallen, anständig sein, nicht aus der Reihe tanzen, Spaß ja – aber mit vielen unterschiedlichen Menschen, wohl eher nicht.
Auf dem J-Camp war das nicht so. Es war verrückt, schrill, abwechslungsreich, laut und wenn man es wollte auch leise. Man hat viele neue Leute kennen gelernt und konnte so ziemlich alles machen was man wollte und worauf man Bock hatte. Ich durfte am J-Camp einfach ich selber sein, und eben auch mal neue Sachen ausprobieren.
Mich hat das Programm fasziniert, weil ich früher immer dachte, dass Christen z.B. nicht in die Disco gehen oder keine verrückten Sachen wie z. B. „Takeshis Castle“ machen. Und dann gehe ich auf's J-Camp und es gibt ne Beachparty die erst um 23 Uhr startet.
Impulse kannte ich immer nur so wie in der Kirche und dann steht da ein Typ mit Glatze, Bikerhose, Ohrpiercing, Lederjacke und erzählt von Gott. Das Bild von so einem „Prediger“ wollte überhaupt nicht in meinen Kopf. Und wie der Typ geredet hat – einfach ultra. Wortkreationen wie z.B. „volles Euter“ waren an der Tagesordnung. Bis dahin wusste ich noch nicht, dass man in einem Gottesdienst auch laut lachen und Spaß haben darf.
Neben dem Spaß konnte man dem Typ aber auch gedanklich gut folgen, sodass doch mein Hirn doch tatsächlich neue Gedanken über Gott hervorgebracht hat. Was selbst mich oft verplüffte. :-)
Das J-Camp hat mir gezeigt, dass Glaube wirklich was mit meinem Leben zu tun hat. Ich kann Glaube nicht auf eine bestimmte Form festlegen oder reduzieren. Ich habe gelernt, dass es der Botschaft von Gottes Liebe für die Menschen, egal ist, in welcher Form sie verkündigt wird. Das tat mir persönlich sehr gut. Eben raus aus dem starren, alten, verstaubtem Bild von Glaube.
Und nicht zuletzt habe ich die unterschiedlichsten Leute auf dem Camp kennen gelernt. Von ruhigen, stillen Jugendlichen über Spaßvögel, Nachteulen, Plappermäulern, „Superstars“, Morgenmuffeln, (Nicht-)Christen, Abenteuerlustigen usw. Irgendwie hat es das J-Camp geschafft, ein „Camp für alle“ zu sein. Deshalb wuchs es in den Jahren auch auf über 300 Besucher an.
Und da es in meinem Leben eine so entscheidende Rolle gespielt hat, möchte ich den Jugendlichen hier im Süden, auch die Gelegenheit geben 100% Wahnsinn und 100% Jesus zusammen zu erleben.
Mein Wunsch: Ich wünsche mir, dass DU offen bist für unser süddeutsches J-Camp und den Mut hast, einmal dabei zu sein.